← die Landungsstrände der Normandie am D-Day — Omaha Beach, Pointe du Hoc und der amerikanische Soldatenfriedhof der Normandie — im Rahmen einer geführten Tagesreise ab Paris, Frankreich Normandie-Reiseführer

INGENIEURKUNST & VERTEIDIGUNG

Arromanches und Longues-sur-Mer: Der Hafen und die Geschütze

Der künstliche Hafen, den die Alliierten mitbrachten – und die einzige Batterie in der Normandie, deren Originalgeschütze noch immer an Ort und Stelle stehen.

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Der Hafen, den sie über den Ärmelkanal schleppten

Eine der kühnsten Leistungen der gesamten Operation bestand darin, ein simples Problem zu lösen: Die Alliierten hatten keinen Hafen erobert, über den sie die Invasion hätten versorgen können. Also bauten sie einen in England, schleppten ihn in Einzelteilen über den Ärmelkanal und setzten ihn vor Arromanches im britischen Sektor zusammen. „Port Winston“ – benannt nach Churchill – bestand aus rund 115 betonernen „Phoenix“-Senkkästen, jeder sechs Stockwerke hoch, dazu Blockschiffe und schwimmende Straßen. In den Monaten nach dem D-Day wurden hier etwa 2,5 Millionen Soldaten, eine halbe Million Fahrzeuge und 4 Millionen Tonnen Nachschub an Land gebracht.

Die Senkkästen heute

Erstaunlicherweise sind die Senkkästen noch immer da. Gewaltige, rostende Betonkolosse liegen im Sand und im Meer vor Arromanches, langsam erodierend, vom Strand aus sichtbar – und bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Das Kino Arromanches 360 in der Stadt zeigt Archivaufnahmen der Schlacht um die Normandie, und ein Museum an der Strandpromenade erklärt, wie der Hafen funktionierte. Viele Tagestouren machen hier Halt; zwischen den Senkkästen stehend wird die schiere industrielle Wucht der Invasion auf eine Weise greifbar, die die Strände allein nicht vermitteln.

Die Geschütze von Longues-sur-Mer

Zwischen Omaha Beach und Arromanches liegt die Batterie von Longues-sur-Mer, ein nahezu intaktes Stück des deutschen Atlantikwalls: vier 152-mm-Marinegeschütze in ihren Betonkasematten. Es ist die einzige Batterie in der Normandie, die noch immer ihre Originalgeschütze besitzt, und einer der ganz wenigen Orte an der Küste, an denen man die deutschen Verteidigungsanlagen genau dort sehen kann, wo sie einst standen – noch immer auf den Kanal gerichtet. Die Geschütze konnten eine 45 Kilogramm schwere Granate über mehr als zwanzig Kilometer feuern.

Warum sich der Stopp lohnt

Der Hafen und die Batterie runden die Geschichte ab, die die Strände und der Friedhof beginnen. Arromanches zeigt die erstaunliche Logistik, die die Invasion überhaupt tragfähig machte; Longues-sur-Mer zeigt, wogegen die Landungstruppen anzukämpfen hatten. Beide sind frei zugänglich und werden oft in den Nachmittag einer Tagestour integriert. Wenn Ihre Tour sie einschließt, sind sie die Zeit allemal wert – und bei der Tourenwahl sind sie ein gutes Zeichen für eine umfassendere, durchdachtere Route.

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